Versorger und treibt Fernwärme-Ausbau voran – Unsicherheiten bleiben

FRANKFURT (Nosch) Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat 2025 eines der besten Ergebnisse seiner Geschichte erzielt und richtet den Blick klar nach vorn. Während das operative Geschäft stabiler läuft als im Jahr zuvor, investiert das Unternehmen massiv in den Umbau der Energieversorgung.

Im Zentrum steht dabei die Wärmewende. Sie gilt als entscheidender Hebel für den Klimaschutz in der Stadt. Mainova baut das Fernwärmenetz weiter aus, schließt Schulen und Kitas an und modernisiert gleichzeitig die Erzeugung. Das Heizkraftwerk West steht kurz vor dem Umbau von Kohle auf Gas perspektivisch soll auch Wasserstoff zum Einsatz kommen. Ergänzt wird das System künftig durch einen großen Wärmespeicher, der die Versorgung flexibler machen soll und jährlich CO₂ einspart.

Parallel wächst auch das Stromnetz. Der steigende Energiebedarf in Frankfurt, etwa durch Digitalisierung und neue Technologien, erfordert einen massiven Ausbau. Ein Großteil der geplanten Kapazitäten ist bereits auf den Weg gebracht.

Trotz der Investitionen bleibt Mainova wirtschaftlich erfolgreich. Das Unternehmen stärkt damit nicht nur seine eigene Basis, sondern auch die Stadt: Rund 185 Millionen Euro fließen über Steuern und Abgaben nach Frankfurt zurück. Gleichzeitig engagiert sich der Versorger in der Region und unterstützt zahlreiche Projekte, vor allem für Kinder und Jugendliche.
Die kommenden Jahre bleiben jedoch anspruchsvoll. Steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen sorgen für Unsicherheit. Anders als in der Energiekrise 2022 ist die Versorgung derzeit gesichert, die Märkte reagieren dennoch empfindlich. Für 2026 rechnet Mainova deshalb mit einem etwas schwächeren Ergebnis.

Klar ist: Der Umbau des Energiesystems wird langfristig Milliarden kosten. Bis 2040 plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von bis zu acht Milliarden Euro. Entscheidend wird dabei sein, ob die Transformation bezahlbar bleibt, denn die Energiewende wird vor Ort entschieden.

 

Foto: Mainova AG

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