Nach umfassender Renovierung präsentiert sich die Einrichtung heller, moderner und menschlicher denn je

FRANKFURT (RED/BT) Vier Monate lang wurde renoviert, jetzt hat das Drogenhilfezentrum La Strada in der Mainzer Landstraße bald wieder geöffnet – und präsentiert sich deutlich freundlicher, heller und moderner. Beim Tag der offenen Tür konnten sich Nachbarschaft, Unterstützer und Interessierte selbst ein Bild von den neuen Räumen machen. Besonders ins Auge fällt der große grüne Baum, der die Wand des Kontaktcafés schmückt und dem Raum eine fast heimelige Atmosphäre verleiht.

Das La Strada, getragen von der Aidshilfe Frankfurt, ist seit Jahren eine wichtige Anlaufstelle für drogenabhängige Menschen im Bahnhofsviertel. Hinter der neuen Optik steckt jedoch weit mehr als ein frischer Anstrich. Neue Lüftungsanlagen, Klimatisierung und modernisierte Räume verbessern die Situation sowohl für Gäste als auch Mitarbeitende erheblich.
Unverändert geblieben ist das umfangreiche Hilfsangebot: Konsumräume für intravenösen und inhalativen Konsum, medizinische Betreuung, Beratung, Duschmöglichkeiten, Kleiderkammer, Spritzentausch und eine Notübernachtung mit 25 Schlafplätzen gehören weiterhin zum Alltag der Einrichtung. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 23.000 Konsumvorgänge begleitet und fast 60.000 Aufenthalte im Café gezählt.

Gerade dieser Cafébereich zeigt, worum es im La Strada geht: um einen geschützten Ort für Menschen, die oft am Rand der Gesellschaft leben.

Hier können Gäste zur Ruhe kommen, essen, ihr Handy laden oder einfach für einen Moment Sicherheit erleben. Unterstützt wird die Einrichtung dabei auch von zahlreichen Ehrenamtlichen und Spendern – etwa Freiwilligen der Deutschen Bank, die regelmäßig warme Mahlzeiten kochen.

Der Umbau im sechsstelligen Bereich wurde vollständig über Spenden finanziert. Für die Aidshilfe Frankfurt ist das La Strada weit mehr als eine soziale Einrichtung: Es ist ein Ort der Lebens- und Überlebenshilfe – mitten in Frankfurt.

Titelfoto: Die studentische Mitarbeiterin Madlen erklärten den Alltag im La Strada.
Fotos: Beate Tomann

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