Mit der feierlichen Eröffnung des neuen, fast zwei Kilometer langen Geh- und Radwegs zwischen Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach ist am vergangenen Freitag ein weiterer Meilenstein für die nachhaltige Stadtentwicklung in Frankfurt gesetzt worden. Der neue Geh- und Radweg verläuft, flankiert von einer Entwässerungsmulde, parallel zur Niedererlenbacher und der Niedereschbacher Straße. Er ist das Kernstück des in zwei Realisierungsabschnitten umgesetzten Verkehrsprojektes.

Ministerpräsident Boris Rhein betonte bei der Eröffnungsfeier: „Als leidenschaftlicher Rennradfahrer weiß ich, wie wichtig gute und sichere Radwege sind. Umso mehr freut es mich, dass wir mit der neuen Verbindung von Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach einen großen Schritt nach vorne gekommen sind. Die neue Strecke ist als Gemeinschaftsprojekt entstanden, das sowohl auf die Landwirtschaft als auch auf die Natur und die hessische Kulturlandschaft Rücksicht nimmt. Wir machen damit nicht nur das immense Potenzial des Radverkehrs sichtbar, sondern vereinen auch Mobilität und Natur, Landwirtschaft und Verkehr, Fortschritt und Tradition. Die Landesregierung hat diesen Radweg daher sehr gerne mit rund 1,1 Millionen Euro unterstützt und damit rund die Hälfte der Gesamtkosten übernommen. Ich wünsche allen Radfahrerinnen und Radfahrern viel Freude auf dem neuen Weg und stets sichere Fahrt und gutes Ankommen.“

Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert ergänzte: „Ich freue mich, dass wir den Menschen im Frankfurter Norden nun endlich diese komfortable Verbindung beider Stadtteile bieten können. Die Schulkinder fahren jetzt endlich auf einem sicheren Schulweg und vor allem Kurzstreckenpendler:innen bietet sich nun eine attraktive Alternative zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad. Der neue Geh- und Radweg trägt weiter dazu bei, dass CO₂-Emissionen reduziert und Anreize für klimafreundliche Mobilität geschaffen werden.“
Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE), welches das Projekt plante und federführend umsetzte, achtete bei der Umsetzung auf Nachhaltigkeit und darauf, den Eingriff in das abschnittsweise angrenzende Landschaftsschutzgebiet möglichst gering zu halten. Um die heimische Tierwelt zu schützen, wurde als vorgezogene naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme ein Blühstreifen für Rebhühner und Feldsperlinge geschaffen. Auch Schutzvorkehrungen für Fledermausarten wurden entlang der Strecke vorgenommen. Teil der Planung war auch die Begrünung des Fahrradweges: Das Grünflächenamt pflanzt aktuell insgesamt 106 Holzapfelbäume (Malus sylvestris) entlang der Strecke, was dem Radweg einen alleenhaften Charakter verleiht.

Ein besonderes Highlight der neuen Radstrecke ist ihre historische Bedeutung: Sie kreuzt eine alte römische Straße, die früher als Handelsweg diente. Zwei Elsbeeren (Sorbus torminalis) werden künftig die Wegepunkte markieren, an denen sich der neue Radweg und die antike römische Straße kreuzen.

// Titelfoto: Zur offiziellen Eröffnung fuhren der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein und Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert symbolisch ein Teilstück des neuen Radwegs mit dem Fahrrad ab. © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Christian Christes

 

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