OSTEND | Das Frankfurter Ostend hat eine beeindruckende Entwicklung hinter sich. Einst ein Arbeiterviertel, entstand es im 19. Jahrhundert als östliche Außenstadt und entwickelte sich rasch zu einem Gründerzeitviertel. Heute besticht das Ostend durch seine Lage am Mainufer und bietet einen gelungenen Mix aus urbanem Flair und grünen Oasen. Hier trifft großstädtisches Leben auf erholsame Natur, und die Kombination aus schicken Restaurants, gemütlichen Cafés und einer lebendigen Club- und Barszene zieht viele Besucher an. Auch Künstler finden im Ostend ihre Heimat und prägen den Stadtteil mit Theatern und Bühnen für die Kunst- und Musikszene. Ein umfassendes Bildungsangebot, einschließlich einer Volkshochschule, sorgt für vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Dank seiner zentralen Lage und ausgezeichneten Infrastruktur eignet sich das Ostend perfekt für Ausflüge in und um Frankfurt.

Sport und Erholung am Mainufer

Der Hafenpark ist ein Highlight des Ostends und bietet auf vier Hektar ein vielfältiges Freizeit- und Sportangebot. Direkt am Main gelegen, unterhalb des markanten EZB-Gebäudes, finden sich hier Fußball- und Basketballfelder, zwei Fitnessparcours und ein beliebter Skatepark. Besonders an Wochenenden und in den Sommermonaten wird der Hafenpark zum beliebten Treffpunkt. Sportbegeisterte wie Erholungssuchende genießen die hübsch angelegten Grünflächen. Der Hafenpark vereint Sport und Erholung und bietet mit seinen weitläufigen Anlagen und malerischen Grünflächen eine perfekte Kombination für Freizeitaktivitäten. Ergänzt wird das Angebot durch den nahegelegenen Kunstverein der Familie Monetz, der mit Ausstellungen, Musikveranstaltungen und Vorträgen kulturelle Vielfalt bietet.

Historische Kulisse und moderne Freizeit

Die Weseler Werft, ein charmantes Stück Natur entlang des Mains zwischen der EZB und der Flößerbrücke, lädt zum Verweilen und Genießen ein. Parkbänke und Bäume säumen das Ufer und bieten eine entspannte Atmosphäre mit Blick auf den Main. Der denkmalgeschützte Hafenkran erinnert an die industrielle Vergangenheit des Gebiets, als es noch ein Ort zum Be- und Entladen von Schiffen war. Ein besonderes Highlight ist das Eidechsenbiotop „Oskar“, das Mauereidechsen ein Zuhause bietet und im Sommer faszinierende Beobachtungen ermöglicht. Die Weseler Werft ist auch Schauplatz des Sommerfestivals „Sommerwerft“, das das Mainufer in einen lebendigen Kulturfreiraum verwandelt.

Kulturfreiraum am Mainufer (Freizeit-Tipp)

Vom 26. Juli bis 11. August 2024 verwandelt das Sommerfestival „Sommerwerft“ das Mainufer in einen pulsierenden Kulturfreiraum. Unter dem Motto „Friedenskultur“ setzen Kulturschaffende ein Zeichen gegen Hass und Aggression. Das Festival bietet eine Plattform für Theater, Tanz, Musik und Performance, und schafft Raum für den Dialog und die Begegnung unterschiedlicher Kulturen, Geschlechter und Hintergründe. Ziel ist es, Brücken zu bauen und Gräben zu überwinden, die unsere Gesellschaft durchziehen. Die Sommerwerft steht für Vielfalt und Verständigung und lädt alle dazu ein, gemeinsam eine neue Geschichte zu schreiben.

Moderne Architektur

Das markante Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) ist ein Wahrzeichen des Ostends und prägt die Skyline von Frankfurt. Der imposante Bau ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern hat auch maßgeblich zur städtebaulichen Entwicklung des Stadtteils beigetragen. Neue Gebäudekomplexe, Restaurants, Cafés und der Hafenpark sind Beispiele für die positive Veränderung. Die EZB hat das Ostend zu einem dynamischen und attraktiven Stadtteil gemacht, der sich stetig weiterentwickelt und durch seine einzigartige Architektur und Infrastruktur besticht.

Ein Ort der Kreativität

In den Gewölben der Honsellbrücke, unweit der Weseler Werft und des Hafenparks, befindet sich der Kunstverein Montez. Dieser eingetragene Verein widmet sich der Vermittlung zeitgenössischer Kunst und bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen und Filmreihen. Besonders im Sommer lädt die entspannte Atmosphäre vor dem Gebäude dazu ein, bei einem kühlen Getränk die Kunstszene zu genießen. Der Kunstverein Montez ist ein zentraler Bestandteil der kulturellen Landschaft des Ostends und ein Ort der Begegnung und Inspiration.

Panoramablick auf die Frankfurter Skyline

Das Ostend bietet mit der Deutschherrnbrücke und der Honsellbrücke zwei hervorragende Aussichtspunkte auf die Frankfurter Skyline. Die Deutschherrnbrücke, näher am Stadtzentrum gelegen, bietet eine besonders beeindruckende Perspektive. Ein Tipp für Romantiker: Besuchen Sie die Brücken zum Sonnenuntergang und genießen Sie das atemberaubende Farbenspiel, wenn die Sonne hinter der Stadt untergeht. Beide Brücken bieten spektakuläre Ausblicke und sind beliebte Spots für Einheimische und Touristen.

Kulinarik und Aussicht am Main

Das Restaurant Oosten, das sich selbst als Realwirtschaft bezeichnet, punktet mit einer unschlagbaren Lage direkt am Main. In einem modernen, nahezu komplett verglasten Gebäude genießen Gäste den Blick auf den Main, das Sachsenhausener Ufer, die EZB und die Deutschherrnbrücke oder die Frankfurter Skyline. Die internationale Küche überzeugt mit einer abwechslungsreichen Basiskarte und wechselnden Angeboten, die regelmäßig überraschen. Auch zum Frühstücken ist das Oosten beliebt, mit leckeren Pancakes und kontinentalem Frühstück. Die Kombination aus hervorragender Küche und beeindruckender Aussicht macht das Oosten zu einem besonderen Ort im Ostend.

Die Weinbar

Die East Grape Weinbar im Ostend ist ein Paradies für Weinliebhaber. In gemütlichem Ambiente und mit persönlicher Begrüßung durch den Inhaber Ralf Müller-Arnold fühlen sich Gäste sofort wohl. Die vielfältige Weinauswahl, die auch vegane Weine umfasst, wird durch die perfekten Snacks ergänzt. Die East Grape ist mehr als nur eine Weinbar; sie ist ein Ort der Geselligkeit und des Genusses. Mit ihrer charmanten Atmosphäre und der persönlichen Note hat sie sich einen festen Platz in der Herzen der Ostend-Bewohner und Besucher erobert.

Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle

Die Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle ist ein wichtiger Ort des Gedenkens an die Deportation von Juden während der Zeit des Nationalsozialismus. Von 1941 bis 1945 diente der Keller der Großmarkthalle als Sammelplatz für die Deportation von Juden aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet. Rund 10.050 Menschen wurden von hier aus in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert und ermordet. Die Erinnerungsstätte, die in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt entstand, wurde 2015 eröffnet und erinnert an dieses dunkle Kapitel der Geschichte. Der Entwurf des Architekturbüros KatzKaiser kombiniert historische Fragmente mit modernen Bauelementen und schafft so einen eindrucksvollen Ort des Gedenkens und der Aufklärung. Zitate von Überlebenden und Opfern sind dauerhaft im Boden und an den Wänden eingeschrieben und machen die grausamen Ereignisse nachvollziehbar. Die Erinnerungsstätte ist ein Mahnmal gegen das Vergessen und eine wichtige Institution für die historische Aufarbeitung und das Bewusstsein der Nachwelt.

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