HAUSEN | Hausen ist zwar von seiner Größe her ein eher kleinerer Stadtteil Frankfurts, dafür überzeugt dieser Stadtteil mit seiner Vielfältigkeit. Auch ohne Innenstadtlage schafft es Hausen seinen Bewohnern eine anständige Infrastruktur mit kulturellen Highlights zu bieten.

Hausener Terrasse im Volkspark Niddapark

Der Niddapark ist mit einer Größe von 168 Hektar die größte und meistbesuchte Grünanlage in Frankfurt. Mit dieser Größe ist er nach dem Frankfurter Stadtwald die zweitgrößte Grünfläche Frankfurts.

Die Hausener Terrasse im Park ist eine Aussichtsplattform mit Schutzhütte. Sie bietet einen weiten Blick über Teile des Parks. Nachdem die Bundesgartenshow im Jahr 1989 Einzug in den Niddapark fand, wurde hierzu auch ein Wasserspielplatz angelegt. Dieser wurde jedoch wieder stillgelegt, da die Aufbereitungstechnik des Wassers veraltet war. Nach der Stilllegung 2009, konnte bereits 2011 an gleicher Stelle ein neuer Spielplatz angelegt werden.

Hausener Freibad

Das Freibad in Hausen gibt es bereits seit 1961. Damals noch als Strandbad an der Nidda bekannt, beherbergt es heute mehrere Schwimmbecken. Am östlichen Niddaufer befindet sich nun das beheizte Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, auch wenn es heute keine Aufteilung mehr gibt. Diese wurde 2011 bei einer Sanierung des Freibads aufgegeben. Die Beheizung des Beckens ist allerdings für hart gesonnene Schwimmer auch bei eher kühleren Temperaturen eine wahre Freude.

Ein besonderes kleines Highlight ist die kleine Brücke, die den Schwimmerbereich mit den Sportflächen verbindet.  Hier kann man als Familie Tischtennisspielen. Doch für die Kleinen gibt es auch eine Wasserrutsche, die sich großer Beliebtheit erfreut.

Das Gut Hausen

Auf dem Gelände der Wilhelm-von-Steuben-Straße 2 befindet sich das Gut Hausen. Der Verein „Gib mir die Hand“ pachtete 1954 das Gelände. 2011 fusionierte der Verein das mit dem Verein Lebenshilfe.

Die Vereine bieten Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit sich durch Therapie und Beratung helfen zu lassen. Es ist eine Begegnungsstätte für pädagogische Aktivitäten, Bildungs-, Beschäftigungs- und Freizeitangeboten.

Das Gebäude wurde zum teil umgebaut und komplett saniert. Rund 800 Apfelbäume prägen heute die Wiesenflächen um das Gelände herum.

Stadtteilfest Hausen

Das Fest findet im Hof der Kerchenheimer Schule statt. Veranstaltet wird das Fest vom Arbeitskreis Hausen. Der Arbeitskreis besteht aus 35 Vereinen, Institutionen, Kindertagesstätten, Kirchen- und Moscheegemeinden aus Hausen und Industriehof Mitglied sind. Das Schul- und Stadtteilfest findet jährlich statt und beinhaltet auch ein Programm für die Kleinsten. Mit musikalischen Märchen und Live-Musik werden sie bei Laune gehalten.

Hausener Brotfabrik

1888 wurde in der Brotfabrik tatsächlich noch der Teig mit der Hand geknetet und die Brötchen mit Liebe in Form gebracht. Heute erinnert nur das Schild der alten Fabrik an die Handwerkskunst, die hier mal ausgeübt wurde.

Heute teilen sich gleich elf verschiedene Projekte die 1500 Quadratmeter Platz. Gemeinsam bilden sie einen besonderen Kulturraum, der den Bürgern Frankfurts zahlreiche Veranstaltungen anbietet. Im großen Saal des charmanten Industriegebäudes finden jährlich circa 60 Konzerte, 100 Clubnächte sowie Lesungen, Diskussionen, Vorträge und Filmvorführungen statt.

Es wird eine kulturelle Vielfalt erschaffen ohne kapitalistische Absicht. Künstlerische Qualitäten, fruchtbare Diskussionen und lebhafte Dialoge stehen hier im Mittelpunkt. Auch anderen Kulturen wird eine Bühne geboten. Die Brotfabrik wirbt für internationale Gesinnung, für Toleranz, Verständnis und ein friedliches Miteinander.

Japan mitten in Hausen

Mitten in Hausen befindet sich nicht das japanische Viertel Frankfurts, sondern die japanische internationale Schule. Wer sich ein besonderes japanisches Gebäude vorstellt, dem man bereits von außen seine Herkunft ansieht, wird leider enttäuscht. Abgesehen von den japanischen Schriftzeichen am Eingang der Schule, erinnert hier nichts an das asiatische Land. In ganz Frankfurt befindet sich lediglich eine einzige japanische internationale Schule. Hier kommen Kinder aus ganz Frankfurt und Umgebung her und besuchen die Schule meist nur wenige Jahre. Solange die Eltern in Deutschland arbeiten, haben die Kinder so weiterhin die Möglichkeit in ihrer Muttersprache unterrichtet zu werden.

St. Nikolaus-Kirche

Die St. Nikolaus-Kirche ist russisch-orthodox und liegt direkt am Fischsteinkreisel in Hausen. Sie bildetet sich 1945 aus russischen Kriegsgefangenen und so genannten Ostarbeitern.

Das imposante Gebäude der Kirche fällt einem schon von Weitem ins Auge. Durch den weißgekalkten Bau und den Zwiebelturm fällt es aus der sonstigen Architektur des Viertels heraus.

Das Gebäude wurde nach zweijähriger Bauzeit 1967 fertiggestellt. Die Kirche entspricht dem altrussischen Stil und wurde einer Kirche in Pskow aus dem 15. Jahrhundert nachgebildet.

Der Innenraum der Kirche ist mit christlichen Motiven gestaltet. Der Ikonenmaler Adam Russak malte hieran fast zwölf Jahre.

Die ehemalige Fischstein Housing Area

BG | Im Wohngebiet Fischstein – nahe der oberirdischen U-Bahnstation Fischstein, von der aus die U-Bahn-Linie 6 das Areal mit der Innenstadt verbindet – lebten einst Angehörige der US-Streitkräfte. Seit dem Auszug der Amerikaner, im Jahre 1995, dient das Areal heute als Wohngebiet und ist unter dem Namen Körner Siedlung bekannt.

Restaurant „Zur Giesskanne“

BG | Am hohen Weg 10 gelegen, bietet das Lokal einen besonderen Mix aus deutscher Küche und traditionellen indischen Spezialitäten. Eine für die warmen Monate errichteter Sommerterrasse ermöglicht den Gästen eine gemütliche Atmosphäre im Grünen. Ob ein kühles Getränk, für den großen oder kleinen Hunger, hier ist für jede und jeden etwas dabei.

 

(Text & Bilder: TL)

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