20 Wasserhäusjer feiern am 12. September Nachbarschaft, Kultur und echtes Frankfurt-Gefühl

FRANKFURT (NOSCH) Frankfurts Wasserhäusjer sind weit mehr als Verkaufsstellen. Seit Generationen gehören sie zum Alltag der Stadtteile, hier treffen sich Nachbarn, Stammgäste und Zufallsbekanntschaften. Oberbürgermeister Mike Josef bezeichnet sie als „kleine Orte mit großer Bedeutung für unsere Stadt“. Persönliche Begegnungen und spontane Gespräche schafften Nachbarschaft. Wo Menschen zusammenkommen, wüchsen Zusammenhalt und Verbundenheit – „und damit auch unsere demokratische Stadtgesellschaft“.

Vorfreude auf den Wasserhäusje-Tag: Oberbürgermeister Mike Josef (rechts) und Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing (links), mit Tercan Saglam (Mitte) , Betreiber der Trinkhalle in der Frankenallee.

Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing, sieht in den Wasserhäusjer authentische Treffpunkte und ein Stück Frankfurter Stadtkultur. Sie machten Frankfurt unverwechselbar. Solche identitätsstiftenden Orte zu erhalten und wieder stärker sichtbar zu machen, sei auch eine Aufgabe des Stadtmarketings.

Am 12. September von 11 bis 22 Uhr stehen nun 20 Wasserhäusjer in verschiedenen Stadtteilen im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Triff Frankfurt am Häusje“ gestaltet jedes sein eigenes Programm, passend zum jeweiligen Quartier. Die Angebote reichen von Livemusik und DJ-Sets über Mundart und Kinderprogramm bis zu Kunst, Yoga, Frühschoppen und kulinarischen Aktionen. Der Besuch ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Der Wasserhäusje-Tag knüpft an die Veranstaltungen von 2017 und 2021 an. Hubert Gloss, einer der damaligen Mitinitiatoren, sieht die Häusjer inzwischen als Wahrzeichen Frankfurts: Sie seien bei Einheimischen wie Touristen beliebt und „unentbehrliche Treffpunkte im Quartier für alle“.

Gemeinsam für den Wasserhäusje-Tag 2026: von rechts Boris Borm, Herausgeber des Wasserhäuschen-Quartetts und Mitinitiator der Wasserhäuschentage, Oberbürgermeister Mike Josef, Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing, und Hubert Gloss, Herausgeber des Wasserhäuschen-Quartetts und Mitinitiator der Wasserhäuschentage.

Boris Borm, ebenfalls seit Jahren in der Wasserhäusje-Szene engagiert, rückte bei der Vorstellung besonders Einsamkeit und Demokratie in den Mittelpunkt. Menschen bewegten sich zunehmend in Echokammern und Filterblasen. Am Wasserhäusje dagegen begegneten sich unterschiedliche Meinungen, Gefühle und Ansichten unmittelbar. Ob traditionelles Sortiment oder neues Konzept, sei dabei zweitrangig: Entscheidend sei, dass Menschen zusammenkommen. „Wasserhäusjer sind Orte gegen Einsamkeit“, so Borm. Sein Fazit: „Wer die Gesellschaft verstehen will, muss ans Häuschen gehen.“

2026 wird der Aktionstag erstmals von der Stabsstelle Stadtmarketing gemeinsam mit den teilnehmenden Betreibern organisiert und von Hubert Gloss und Boris Borm unterstützt.

Programm und alle Standorte: www.wasserhaeusjetag.de

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