Neue Technik für die Wasserrettung:

CHARITY (PH) Am 1. März nimmt die DLRG Frankfurt eine neue Unterwasserortungseinheit offiziell in Dienst. Mit der hochspezialisierten Einheit stärkt der Bezirk seine Fähigkeiten in der technischen Wasserrettung und setzt zugleich ein klares Zeichen für moderne Gefahrenabwehr auf und unter Wasser.

Die neue Einheit ist flexibel einsetzbar und für unterschiedlichstes Terrain ausgelegt – von Flüssen über Seen bis hin zu schwer zugänglichen Uferbereichen. Je nach Einsatzlage kann zusätzlich ein Rettungsboot eingebunden werden. Herzstück der Ausstattung ist eine hochmoderne Unterwasserdrohne in Kombination mit einem Side-Scan-Sonar der neuesten Generation. Dieses ermöglicht das schnelle und präzise Absuchen großer Wasserflächen und liefert besonders detailreiche Bilder des Gewässergrundes. „Mit dem neuen Sonar können wir große Suchgebiete in sehr kurzer Zeit systematisch und effizient absuchen“, erklärt Stefanie Müller, Leiterin Einsatz des Bezirks. Gerade bei Personensuchen oder nach Boots- und Schiffsunfällen sei der Zeitgewinn entscheidend.
Das System setzt auf eine Kombination aus Grob- und Feinsuche: Während das Sonar die flächige Erstsuche übernimmt, bestätigt der Unterwasserroboter gezielt verdächtige Funde. Der Roboter taucht bis zu 120 Meter tief, ist strömungsstabil und mit Greifarm, 4K-Kamera sowie KI-gestützter Bildverbesserung ausgestattet. Perspektivisch testet die DLRG gemeinsam mit einem Hersteller sogar eine KI-gestützte automatische Objekterkennung unter Wasser.
„Diese zukunftsfähige Ausstattung verbessert unsere Einsatzfähigkeit und stärkt zugleich das Ansehen der DLRG als moderner Wasserrettungsdienst“, betont Bezirksleiter Linus Pohlitz. Parallel zur Indienststellung werden die Einsatzkräfte geschult. Verantwortlich sind die Beauftragten Rettungsmittel Aaron Haag und Niclas Lichtenthäler. Mit der neuen Einheit ist die DLRG Frankfurt künftig noch besser auf komplexe Wasserrettungslagen vorbereitet.
Fotos: DLRG Frankfurt am Main

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