Manche Stadtteile haben Cafés an jeder Ecke. Hier gibt’s Start- und Landebahnen obendrauf. Frankfurt-Flughafen ist keine klassische Nachbarschaft mit Vorgarten, sondern eine eigene kleine Welt – organisiert, international, erstaunlich lebendig. Im Schatten des Flughafens wird gearbeitet, koordiniert, begrüßt und verabschiedet. Menschen schieben Koffer, Musik in den Ohren begleitet das Warten in der Schlange, Displays flackern, Stimmen mischen sich. Und irgendwo hebt immer gerade jemand ab. Was nach reinem Transit klingt, ist für viele ganz normaler Alltag. Büroangestellte, Pilotinnen, Logistikprofis, Hotelgäste – sie alle geben diesem Ort ein Gesicht. Der Stadtteil ist kein Ort zum Flanieren, sondern zum Funktionieren. Und genau darin liegt sein Charakter. Hier trifft Effizienz auf Fernweh, Business auf Begegnung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Das hier ist mehr als ein Tor zur Welt. Es ist ein Stadtteil mit eigenem Takt.

Ein Ort, der nie ganz stillsteht – nicht mal nachts (Foto: © Fraport AG) Terminal 3 vor der Premiere

Es ist eines dieser Projekte, über die lange gesprochen wurde – jetzt wird es konkret: Das Terminal 3 am Flughafen Frankfurt Main steht kurz vor seiner Eröffnung im April 2026. Nach Jahren der Planung, Milliardeninvestitionen und sichtbarem Wachstum am Rand des Airports beginnt schon bald ein neues Kapitel. Künftig können hier bis zu 19 Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr abgefertigt werden – ein deutliches Signal für die Zukunft des Standorts. Doch Terminal 3 setzt nicht nur auf Größe, sondern auf Qualität. Großzügige, helle Hallen, optimierte Abläufe und digitale Infrastruktur sorgen für reibungslose Wege. In der Check-in-Halle schwebt mit „The First, the Last, Eternity“ von Julius von Bismarck eine Installation, die Bewegung sichtbar macht. Funktion trifft Gestaltung – genau rechtzeitig zum Start.

Fraport präsentiert einzigartige Kunstinstallation im Terminal 3, Weit, hell, effizient: Die neue Check-in-Halle von Terminal 3 (Foto: © Fraport AG)

 


BU: Das neue Terminal steht kurz vor der Eröffnung (Foto: © Fraport AG)

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Zwischen Terminals und Türmen

Ein Quartier, das aus einer ehemaligen US-Militärsiedlung hervorgegangen ist und heute auf rund 35 Hektar moderne Arbeitswelten, Hotels, Gastronomie und grüne Aufenthaltsflächen bündelt. Klassische Wohnungen sucht man hier bewusst vergeblich – der Fluglärm setzt klare Grenzen. Stattdessen ist ein lebendiges Business- und Servicezentrum entstanden: mit direktem S-Bahn-Anschluss, Restaurants, Supermarkt, Kitas und einem großen Park als grüne Pause zwischen Büro und Terminal. Internationale Unternehmen residieren in markanter Architektur, Hotelgäste wechseln nahtlos zwischen Meeting und Abflug, Pendler schätzen die kurzen Wege. Und im Sommer zeigt das Viertel eine überraschend entspannte Seite: Der Gateway Gardens Ocean Club bringt Strandatmosphäre an den Airport. Liegestühle, Beats, After-Work-Drinks – ein Ort, an dem sich Business und Barfußgefühl treffen. Gateway Gardens ist kein Wohnviertel im traditionellen Sinn, sondern ein durchdachter Möglichkeitsraum – schnell, vernetzt, effizient und erstaunlich lebenswert.

BU: Moderne Architektur trifft grüne Pausen: Park und Ruheflächen im Quartier. (Foto: Stefan Oemisch • CC BY-SA 4.0)

 

Wenn Sekunden zählen

Wenn am Flughafen Frankfurt Main etwas passiert, zählt jede Sekunde. Genau dafür steht die Flughafenfeuerwehr Frankfurt – mit über 300 hauptamtlichen Kräften und drei strategisch platzierten Feuerwachen. Als Werkfeuerwehr sorgt sie für Brandschutz in Terminals, auf dem Vorfeld und entlang der Start- und Landebahnen. Herzstück ist die 2021 eröffnete Feuerwache 1 mit integriertem Fire Training Center, in dem auch externe Einsatzkräfte geschult werden. Die Teams müssen im Ernstfall innerhalb von 120 bis 180 Sekunden am Einsatzort sein – eine Vorgabe, die über die Betriebsgenehmigung des Airports mitentscheidet. Neben dem abwehrenden Brandschutz übernimmt die Einheit auch Prävention, Notfallmanagement und die Leitwarte im The Squaire. Kurz gesagt: Ohne sie hebt hier niemand sicher ab.

BU: Einsatzbereit rund um die Uhr: Die Flughafenfeuerwehr (Foto: Musskl • CC BY-SA 3.0)

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Veranstaltungs-Tipps

Karriere trifft Cockpit: Airport Ausbildungs- und Jobmesse 2026

Wer schon immer wissen wollte, wie viele Berufe hinter einem Flughafen stecken, sollte sich den 25. April 2026 vormerken. Bei der Airport Ausbildungs- und Jobmesse am Flughafen Frankfurt Main präsentieren sich von 10 bis 17 Uhr zahlreiche Unternehmen aus Luftfahrt, Logistik, Technik und Dienstleistung. Ob Ausbildung, duales Studium, Direkteinstieg oder Quereinstieg – hier wird nicht nur informiert, sondern direkt ins Gespräch gegangen. Bewerbungsmappe optional, Neugier Pflicht.

Flughafen hautnah: Erlebnisführung im Fraport-Besucherzentrum

Technik, Hintergründe, Perspektivwechsel: Das Fraport-Besucherzentrum lädt ab Freitag, 13. März 2026, zur interaktiven Führung ein (16:00–17:30 Uhr). Diverse Guides geben eine Einführung in die faszinierende Welt des Airports – informativ, anschaulich, überraschend nah dran.

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