Ein Gespräch über Fußball, Wirtschaft, Stadtidentität und die Frage, wie ein starker Verein auch der Innenstadt Impulse geben kann. Und warum die Adler Shopping Week dafür ein gutes Beispiel ist.
Bürgermeister Dr. Nils Kößler: Fußball ist weit mehr als Sport. Die Eintracht prägt die Wahrnehmung von Frankfurt mit und ist somit ein wichtiges Aushängeschild. Deshalb stellt sich natürlich auch die Frage, was sie für den Standort Frankfurt bedeutet.
Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann: Sport im allgemein und Fußball im besonderen verbindet Menschen, schafft Emotionen und erzeugt Aufmerksamkeit weit über das Stadion hinaus. Davon profitiert auch die Stadt. Eintracht Frankfurt und die Stadt Frankfurt stehen in einer besonderen Verbindung und stärken sich gegenseitig.
Dr. Kößler: Ja, und darin liegt ein wirtschaftlicher Aspekt. Die Anziehungskraft einer Stadt wird nicht nur über Zahlen oder Unternehmensansiedlungen wahrgenommen. Es sind auch Geschichten, Bilder und Erlebnisse, die einen Standort prägen. Fußball kann diese Strahlkraft erzeugen. Das konnten wir insbesondere an den Erfolgen der vergangenen Jahre deutlich sehen.
Axel Hellmann: Und diese Verbindung ist im Alltag sichtbar. Unsere Fans kommen nicht nur zu den Spielen in den Stadtwald. Sie leben hier, arbeiten hier, gehen einkaufen, besuchen Restaurants und verbringen Zeit in der Stadt. Der Spieltag beginnt nicht erst mit dem Anpfiff und endet nicht mit dem Schlusspfiff.
Dr. Kößler: Das ist besonders für die Innenstadt interessant. Wir sollten den Spieltag als Teil eines größeren Stadterlebnisses verstehen. Wer nachmittags oder abends zum Spiel will, kann vorher in der Innenstadt einkaufen gehen, den Bauernmarkt auf der Konstablerwache besuchen oder einen Abstecher in die Kleinmarkthalle machen. Davon profitieren viele Akteure, vor allem die Gastronomie und das Kleingewerbe in der Stadt.
Axel Hellmann: Deshalb sehen wir großes Potenzial in Formaten, die Eintracht Frankfurt enger mit der Innenstadt verbinden. Ein gutes Beispiel ist die Adler Shopping Week. Sie bringt Fans, Handel und Stadt zusammen und zeigt, wie Sport zusätzliche Aufmerksamkeit für die Innenstadt, Stadtteile und die ganze Region schaffen kann.
Dr. Kößler: Gleichzeitig stärkt das die vielen Geschäfte und gastronomischen Betriebe, die ein wichtiger Teil der Stadt sind.
Axel Hellmann: Wichtig sind dabei Authentizität und Mehrwerte der Angebote. Fans erkennen schnell, ob hinter einer Aktion echte Mehrwerte stehen – oder lediglich kosmetisches Marketing.
Dr. Kößler: Eintracht Frankfurt ist zu einem echten Wirtschaftsfaktor für die Stadt geworden. Der Verein hat sich über die vergangenen Jahre stark und sehr positiv entwickelt. Durch die hohe Identifikation lebt die ganze Stadt diesen Verein. Das wird sich sicherlich auch bei den Umsätzen bemerkbar machen. Damit ist die Adler Shopping Week ein echter Verstärker und Erfolgsfaktor geworden.
Axel Hellmann: Genau. Viele Menschen verbinden mit Eintracht Frankfurt nicht nur den Verein, sondern auch ein Gefühl für die Stadt. Eine lebendige Innenstadt und ein lebendiges Stadtleben machen das Erlebnis für Fans noch stärker.
Dr. Kößler: Man kann sagen: Der Fußball stärkt die Stadtmarke, und eine starke Stadt stärkt den Fußball. Wenn Menschen länger in der Stadt bleiben, die vielen lokalen Angebote dort nutzen und schätzen, werden sie auch gerne wiederkommen. Und davonprofitieren alle.
Axel Hellmann: Genau. Denn Verein und Stadt sind untrennbar verbunden und prägen gemeinsam das Bild Frankfurts im Herzen von Europa.
Dr. Nils Kößler, Bürgermeister. Foto: Stadt Frankfurt am Main
Axel Hellmann, Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Foto: Eintracht Frankfurt








