Zur Ausstellungseröffnung kam Mike D. nach Frankfurt

Mike D von den Beastie Boys vor dem jüdischen Museum anlässlich der PK zu Ausstellung MIshpocha

BAHNHOFSVIERTEL (ES) Mit seiner Band „Beastie Boys“ hat er Musikgeschichte geschrieben. Jetzt präsentiert Mike D., Gründungsmitglied dieser Gruppe, die Ausstellung „Mishpocha – The Art of Collaboration“, die bis zum 27. September im jüdischen Museum und auch im Rahmen des „Frankfurt World Design Capital“ Jahres zu sehen ist. Es ist nicht das erste Mal, dass der 60-Jährige so etwas tut, 2012 gab es schon einmal ein Projekt, damals in Los Angeles, das er kuratierte. In Frankfurt ist er der künstlerische Direktor, wie Mirjam Wenzel, Leiterin des Museums sagte. „Wir haben ihm die Kunstarbeiten vorgelegt und er hat es dann weiterentwickelt“, sagte die Museumsdirektorin, die die Ausstellung als eines der außergewöhnlichsten Projekte ihrer Amtszeit bezeichnete. Vor zehn Jahre sei die Idee entstanden. Sieben Jahre sollte es allerdings noch dauern, bis der Kontakt zustande kam. Genug Zeit, damit der Entschluss reifte, eine Ausstellung, nicht über jüdische Geschichte im klassischen Sinne, nicht als historisch-erklärende Schau über Überleben und Verlust, sondern als sinnliche, künstlerische Erfahrung über das, was Familie eigentlich bedeutet — und wer sie definiert, zu machen. Das sei die Bedeutung des Wortes „Mishpocha“ – Familie.
„Diese Ausstellung ist wirklich eine Kooperationsausstellung“, sagt Wenzel. „Sie ist in Zusammenarbeit mit sehr verschiedenen Menschen und sehr verschiedenen Bewegungen entstanden.“ Mike D, der in New York aufgewachsen ist und dessen künstlerische Arbeit weit über die Beastie Boys hinausreicht, beschreibt Zusammenarbeit als sein zentrales Schaffensprinzip. „Zusammenarbeit ist das, was das Ganze besonders macht“, sagt er. In der Band sei es immer so gewesen: Jeder brachte etwas Eigenes mit, aber das Besondere entstehe erst im Zusammenspiel. Diese Haltung hat er auf die Arbeit mit dem Museum übertragen — in enger Abstimmung mit Kuratorin Franziska Krah.

BU: Mike D von den Beastie Boys vor dem jüdischen Museum anlässlich der PK zu Ausstellung Mishpocha hier mit Museumsdirektorin Mirjam Wenzel. Foto: Enrico Sauda

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