Rund 1.500 Gäste diskutieren über Wachstum und Bürokratieabbau
INNENSTADT/BÖRSE (RED) Rund 1.500 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft kamen zum Jahresempfang 2026 der IHK Frankfurt am Main. Inhaltlich stand der Abend klar im Zeichen von Deregulierung und Standortpolitik. IHK-Präsident Ulrich Caspar forderte, die Belange der Wirtschaft stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen – von Kommunen bis zur EU. Politik und Gesellschaft sollten sich von einer „Vollkasko-Mentalität“ lösen. Caspar: „Nötig ist mehr Freiheit in Eigenverantwortung. Unsere wichtigste Forderung ist deshalb der Abbau von Überregulierung – in der Region FrankfurtRheinMain genauso wie in Hessen, Deutschland und in der EU.“
Zweitens brauche es „mehr und bessere digitale und verkehrliche Infrastruktur“. Die Region solle ihre Position als Digitalstandort ausbauen, zugleich seien Modernisierung und Ausbau der Verkehrswege nötig, „damit Beschäftigte, Kunden, Lieferanten und Touristen schneller zu ihren Zielen kommen“. Caspar forderte zudem ein Ende der Benachteiligung des Auto- und Lkw-Verkehrs in einigen Städten.
In seinem Grußwort sagte Hessens Ministerpräsident Boris Rhein: „Die Zahlen zeigen es: Die IHK Frankfurt ist Herzkammer der hessischen Wirtschaft und vorbildliches Beispiel für unsere starke Wirtschaftskraft.“ Angesichts Krisen, Transformationsdruck und Handelskonflikten müsse Deutschland „resilienter und souveräner“ werden.
Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef erklärte: „Die Frankfurter Wirtschaft geht mit Zuversicht in das neue Jahr 2026.“ Er verwies auf anstehende Projekte wie Sanofi und Vulcan Energy im Westen, die Eröffnung von Terminal 3 sowie steigende Beschäftigtenzahlen. „Die Potenziale in der Region sind riesig, lassen Sie sie uns gemeinsam nutzen.“
Impressionen vom IHK-Neujahresempfang – Fotos: Enrico Sauda/Beate Tomann







