Mit dem Frankfurter Stadtteil Seckbach verbindet man viele Parks und somit auch jede Menge Grün. Vor allem Äpfel werden mit diesem Stadtteil in Verbindung gebracht. Doch auch fernab der Streuobstwiesen, hat dieser Stadtteil überregional bekannte Kulturzentren wie die Batschkapp oder das Main-Äppel-Haus zu bieten.

Der Lohrberg

Einer der schönsten Aussichtspunkte in Frankfurt ist der Lohrberg. Er ist auch der letzte verbliebene Weinberg sowie Frankfurts Hausberg.

Auf den Lohrberg kann man über verschiedene, relativ steile Spazierwege aus aufsteigen. Doch auch mit dem Auto kommt man auf den Berg hinauf, genügend Parkplätze sind vorhanden. Auf dem Berg selbst finden sich eine Rotunde sowie ein Kinder-Erholungsgarten mit Spielplatz, Liegewiese und Wasserspielbecken. Weiterhin finden sich hier Denkmäler in Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege sowie „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn.

Ein besonderes Highlight ist das jährlich stattfindende Lohrbergfest. Es handelt sich um ein Bergsportfest für Kinder und Jugendliche. Seit 1951 treten Frankfurter Turn- und Sportvereine gegeneinander an. Das Fest bietet keinerlei Teilnahmemöglichkeiten für Aktive ohne Anbindung an einen Verein, der im Turngau Frankfurt aktiv ist.

Auch das Main-Äppel-Haus befindet sich auf dem Lohrberg. Um die regionale Identität zu erhalten, hat man sich auf den Erhalt heimischer Streuobstwiesen fokussiert. Das Streuobstzentrum bietet die Möglichkeit, bestimmte Obstsorten selbst vom Baum zu pflücken. Ansonsten bietet der Ort Begegnung, Information sowie Austausch rund um das Thema Streuobst und Gartenbau an.

Huthpark

Auf dem Ausläufer des Berger Rückens findet sich der Huthpark. Gartenbaudirektor Carl Heike konnte sich mit seinen Entwürfen durchsetzen, sodass es zum Bau des Parks in den Jahren 1910 bis 1913 kam. Das Besondere dabei war, dass die vorhandene Geländeform beibehalten wurde.

Doch auch Ernst May hatte in diesem Park seine Finger mit im Spiel. Im Rahmen des Programms „Neues Frankfurt“ wurde der Pavillon im Stil der Frühen Moderne errichtet. Zunächst allerdings lediglich als Unterstand bei widrigen Witterungsverhältnissen genutzt. Nachdem die Stadt den schönen Pavillon über mehrere Jahre durch Verzögerungen in der Planung zu verwahrlosen lassen drohte, wurde der Pavillon letztendlich saniert und zu einem Café umgestaltet. Seit Mai 2012 gibt es nun die Möglichkeit, dort gemütlich einen Kaffee zu trinken.

Es sprudelt und quillt im Quellenwanderweg

Es ist eine der beliebtesten Wanderstrecken Frankfurts: der Quellenwanderweg. Start ist in Seckbach, der Weg führt anschließend über den Frankfurter Berg. Er gehört zum Frankfurter Grüngürtel und hat eine Länge von sechs Metern. Auf dem Weg befinden sich neunzehn verschiedene Quellen, teilweise sind diese ummauert. Auf Informationstafeln- und Stelen werden die wichtigsten Details zu den Quellen zusammengefasst. Den gesamten Wanderweg kann man in nur drei Stunden ablaufen. Erste Station ist die Quelle „Alteborn“ (alter Brunnen/Quelle), die sich in der Atzelbergstraße befindet. Wer den Quellen folgt, erlebt so einen Spaziergang durch den historischen Ortskern Seckbachs bis über den Berger Rücken.

Atzelbergfest

Durch viele Neubauten kam es zu einer Art Spaltung zwischen den Neu-Seckbachern und den Alt-Seckbachern. Die alteingesessenen Bewohner blieben in der Regel eher unter sich. Dagegen wollte man dann ab 2004 mit dem Atzelbergfest etwas unternehmen. Der Atzelbergplatz wird dabei von Seckbacher Vereinen, Schulen und Gruppen reich geschmückt und mit Ständen versehen. Es gibt Speisen und Getränke sowie Aufführungen von Musik- und Tanzgruppen. So konnte zwischen den „alten“ und „neuen“ Seckbachern eine Verbindung aufgebaut werden.

Musikclub Batschkapp

Der Musikclub Batschkapp ist ein Rockclub, der sich der alternativen Musik verschrieben hat. Seit 2013 befindet er sich im Stadtteil Seckbach, davor hatte er seinen Sitz in einer viel kleineren Lokalität in Eschersheim. Bis zu 1500 Menschen können seit dem Umzug bei einem Konzert teilnehmen. Konzerte, Clubnächte und Bandwettbewerbe finden regelmäßig statt.

Doch auch andere Musikrichtungen konnten in der Batschkapp Einzug finden. Im August 1994 fand erstmals eine zweitägige Technoparty „Tunnel of Love“ statt. Bekannte Persönlichkeiten wie Sven Väth legten auf.

Die Mainhatten Skywheelers rollen wieder

Eine der besten Basketball-Mannschaften Frankfurts hat ihren Sitz in der Turnhalle der Franz-Böhm-Schule. Der Erstligaverein Mainhatten Skywheeler wurde in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gleich dreimal Deutscher Meister.  Der Name des Vereins nimmt Bezug auf die Frankfurter Skyline, die auch an das Erscheinungsbild von Manhattan erinnert. Woher allerdings die falsche Schreibweise Manhatten kommt, weiß man nicht. Der Begriff „Skyweeler“ wird abgeleitet von dem englischen Begriff „wheelchairs“.

Mit dörflichem Charme beeindruckt dieser Seckbach. Gerade im alten Ortskern des Stadtteils findet sich ein gut erhaltenes fränkisches Fachwerk-Ensemble, das den Spaziergang durch den Stadtteil noch abwechslungsreicher erscheinen lässt.

(Text&Fotos: TL)

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